Bielefeld bleibt stabil!

Darum ist Bielefeld stabil geblieben!

Der Hashtag #Stabielefeld beschreibt den letzten Samstag völlig zutreffend. Bielefeld ist stabil geblieben, hat sich dem kläglichen Haufen von unter 500 Nazis entgegengestellt, und deutlich klar gemacht, dass die Elendsgestalten in der Stadt nicht erwünscht sind.

Bielefeld in der Tradition der Arbeiterbewegung

Bielefeld ist schon lange durch eine starke Arbeiterbewegung geprägt gewesen. Nicht nur die Wahlergebnisse der Stadt zeigen, dass ein großer Teil der Stadt bereits erkannt hat, dass Abschottung, Nationalismus und Neoliberalismus zu keiner Verbesserung der eigenen Lebenssituation führen können. Bielefeld ist geprägt durch eine große kulturelle Vielfalt, mannigfaltigen Austausch und eine Offenheit gegenüber dem als „Fremd“ wahrgenommenen.

Jedoch dürfen wir an dieser Stelle nicht verschweigen, dass es trotz all dieser positiven Merkmale auch große Probleme und offene Konfliktlinien gibt. Bielefeld ist eine Stadt der Gegensätze. Armut und Reichtum sind nah beieinander und doch so fern. Nie dürfen wir vergessen, das der Gegensatz von Arm und Reich alltäglich zu sehen ist.

Bielefeld hat keinen Platz für Nazis

Am Samstag hat die Stadt ihr verstecktes Potential gezeigt. Auch wenn der Protest noch zu großen Teilen bürgerlich geprägt war, so eröffnet sich grade in dieser Gruppe das Potential für weitere politische Aktionen und einer Offenheit gegenüber progressiver linker Politik.

 

Erst wenn der Tag hell wie nie über der Stadt scheint, in allen Farben leuchtet und Frohsinn, Freude und Schaffenskraft dem Leben verleiht, haben wir einen ersten großen Schritt geschafft. 

 

 

Der Naziaufmarsch

Samstag sind die Faschisten durch die Stadt marschiert. Tausende Bürger haben sich der braunen Bedrohung entgegengestellt und klar gemacht, dass in Bielefeld kein Platz für die Nazis ist. Besondere Erfolge konnten antifaschistische Gruppen in der Bielefelder Altstadt erzielen. Mehrmals gelang es Antifaschisten die Gitter friedlich zu überwinden, Polizeiketten zu durchfließen und auf die Route der Nazis zu gelangen.

Die Rolle der Polizei? Die hat dem braunen Mob den roten Teppich ausgerollt, den Gegenprotest kriminalisiert. Vor allem bayrische und sächsische Einheiten sind mit äußerster Aggressivität auf friedliche Gegendemonstranten losgegangen. Selbst das bürgerliche Bündnis gegen Rechts hat die Taktik der Polizei kritisiert und kündigt nun ein Nachspiel an.

Überrascht das? Natürlich nicht. Dieses Muster ist bei fast allen Kundgebungen und Demos gegen den Rechten Mob Gang und Gebe. Kritik an der Polizei ist heute angebrachter denn je. In der Frage der Rolle der Polizei, ihrer Taktik und ihren versteckten Abläufen zeigt sich die Blindheit der Demokratie.

Was nehmen wir mit?

Bielefeld ist stabil geblieben. Den Nazis haben sich über 10.000 Menschen gegenübergestellt. Auf die Polizei ist kein Verlass. Bielefeld bleibt stabil. Trotzdem bleibt noch viel zu tun!

 

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